Ganzkörper-MRT: Was das Screening wirklich kann
– und was nicht
Incidental Findings, gute Vorbereitung und warum wir es weder empfehlen noch ablehnen – ein differenzierter Blick auf das Whole-Body MRI im Longevity-Kontext
Auf einen Blick
| Strahlenbelastung | Keine (MRT arbeitet mit Magnetfeldern) |
| Kontrastmittel | Für Screening meist ohne – mit Zusatzmodulen (Herz, Angiographie) ggf. Gadolinium |
| Dauer | Ca. 60–90 Minuten |
| Kosten (Selbstzahler) | Ca. 1.000–5.000 € |
| Limitation | Sieht nicht alles gleich gut – Brust, Lunge, Darm haben bessere Alternativen |
Ihre Vorbereitung
| Was Sie beachten müssen | Warum wichtig |
|---|---|
| Metallimplantate prüfen | Herzschrittmacher, bestimmte Implantate sind Kontraindikation |
| Klaustrophobie ansprechen | Die Röhre ist eng, manche Zentren bieten offene MRTs |
| Zeit einplanen | Inkl. Vorbereitung und Nachgespräch ca. 2 Stunden |
Fragen Sie Ihren Anbieter
| Frage | Warum wichtig |
|---|---|
| Welche Körperregionen werden abgedeckt? | "Ganzkörper" kann variieren – Kopf bis Oberschenkel oder mehr? |
| Mit oder ohne Kontrastmittel? | Für reines Screening meist ohne sinnvoll |
| Welche Schichtdicke wird verwendet? | Dünnere Schichten = mehr Details, aber längere Scanzeit |
| Wie werden unklare Befunde kommuniziert? | 30–40% brauchen Follow-up – wie ist der Prozess? |
| Wer bespricht die Ergebnisse mit mir? | Per Brief? Telefonat? Persönlich? |
| Was passiert bei auffälligen Befunden? | Haben Sie Zugang zu Spezialisten für Follow-up? |
Warum Ganzkörper-MRT im Longevity-Kontext interessant ist
Die Idee ist interessant: Einmal in die Röhre, alles anschauen. Krebs früh erkennen, Aneurysmen entdecken, versteckte Probleme finden – bevor Symptome auftreten.
Anbieter wie Prenuvo oder Ezra in den USA werben mit Slogans wie "Scan Today. Live Tomorrow." oder "Früherkennung für 500+ Erkrankungen". In der Longevity-Szene befürworten prominente Vertreter wie Bryan Johnson und Peter Attia das Ganzkörper-MRT als Teil eines umfassenden Screening-Ansatzes. In Deutschland gibt es solche spezialisierten Longevity-MRT-Zentren bisher nicht – hier bieten radiologische Praxen Ganzkörper-MRT als Einzelleistung an.
Dazu kommt: Keine Strahlung. Anders als CT oder PET/CT arbeitet das MRT mit Magnetfeldern und Radiowellen. Sie können es theoretisch beliebig oft wiederholen, ohne kumulative Strahlenbelastung.
Klingt nach einem vielversprechenden Früherkennungstool. Was sagen die Daten?
Was die Daten wirklich zeigen
Die wissenschaftliche Literatur ist umfangreich – und differenzierter als die Marketingversprechen.
Die Kernzahlen
Die bisher größte systematische Übersicht (Zugni et al., Cancer Imaging 2020) fasst 12 Studien mit 6.214 Ganzkörper-MRT-Untersuchungen zusammen:
| Befund | Häufigkeit |
|---|---|
| Irgendein "abnormer" Befund | 95% aller Gescannten |
| Weitere Abklärung nötig | 30% |
| Tumorsuspekte Befunde | 1,8% |
| Bestätigter Krebs | 1,1% |
| Befunde unklar (SHIP-Studie) | 57% |
Das bedeutet: Fast jeder hat irgendetwas. Ein großer Teil davon ist klinisch nicht relevant. Aber: 1,1% bestätigter Krebs – das ist einer von hundert. Für diesen einen Menschen kann die Früherkennung lebensrettend sein. Die Herausforderung ist nicht die Methode selbst, sondern der Umgang mit unklaren Befunden – und die vergleichsweise relevanten Kosten.
Die SHIP-Studie: Deutsche Daten aus Greifswald
Die Study of Health in Pomerania (SHIP) ist eine der weltweit größten Bevölkerungsstudien mit Ganzkörper-MRT – aus Deutschland, mit 2.500 Teilnehmern.
36% hatten potenziell klinisch relevante Befunde
0,4% brauchten sofortige Überweisung (akute Hirninfarkte, Hirntumoren, subdurales Hämatom)
57,7% der Befunde waren unklar – weder sicher gutartig noch bösartig
Unklare Befunde bedeuten: Follow-up-Untersuchungen. Typischerweise eine Verlaufskontrolle nach 3–6 Monaten. Der Vorteil: Durch die Dynamik – wächst etwas, bleibt es gleich? – lassen sich Befunde oft deutlich besser einordnen. Medizinisch ist das ein absolut vernünftiger Ansatz.
Das zentrale Thema: Incidental Findings
"Incidental Finding" – Zufallsbefund. Klingt harmlos. Ist aber der Aspekt beim Ganzkörper-MRT, den man vorher verstanden haben sollte.
Was passiert, wenn etwas gefunden wird?
Sie machen ein Ganzkörper-MRT. Der Radiologe findet etwas Unklares. Der typische Ablauf:
Verlaufskontrolle – In den meisten Fällen wird eine erneute Bildgebung nach 3–6 Monaten empfohlen
Beobachtung der Dynamik – Wächst der Befund? Verändert er sich? Oder bleibt er stabil?
Einordnung – Bei stabilem Befund: Entwarnung oder längeres Kontrollintervall
Nur bei Verdacht: Gezielte weitere Diagnostik oder Biopsie
Die SHIP-Studie zeigte: Nach Ganzkörper-MRT stiegen die Biopsien um 42%. Retrospektiv waren viele davon nicht nötig – aber das weiß man vorher nicht. Der Punkt ist: Die meisten unklaren Befunde werden durch Verlaufskontrollen geklärt, nicht durch invasive Eingriffe.
Das Ziel: Aufmerksamkeit statt Angst
Wir sagen unseren Patienten: Ein unklarer Befund ist erstmal eine Information – etwas, worauf man die Aufmerksamkeit richten kann, um nichts zu verpassen. Nicht mehr, nicht weniger.
Für die meisten informierten Longevity-Interessierten ist das gut handhabbar. Sie verstehen Statistik, können mit Wahrscheinlichkeiten umgehen und schätzen es, wenn etwas im Blick behalten wird. Die Erleichterung, wenn sich ein Befund als harmlos herausstellt, ist real. Und selbst wenn etwas im Blick behalten werden muss: Besser wissen und beobachten als nicht wissen und verpassen.
Die psychologische Dimension
Hier wird manchmal unterschätzt, wie unterschiedlich Menschen reagieren. Wer ein Ganzkörper-MRT macht, sollte darauf vorbereitet sein, mit unklaren Befunden umzugehen.
Was die SHIP-Studie zur Psychologie zeigt
Die Forscher aus Greifswald haben systematisch untersucht, wie Teilnehmer mit Zufallsbefunden umgehen. Wichtig: Das waren Teilnehmer aus der Allgemeinbevölkerung – keine "Health Nuts", die sich mit Studien und Statistiken auskennen.
| Zeitpunkt | Befund |
|---|---|
| Während der Wartezeit (6 Wochen) | 10% starke Belastung |
| Nach Befundmitteilung | 29% moderate bis schwere psychische Belastung |
| Verständnis | 25% verstanden den Befund nicht richtig |
| 2,5 Jahre später | Kein Unterschied in Lebensqualität vs. Kontrollgruppe |
Die gute Nachricht: Langfristig keine psychischen Schäden. Die Lebensqualität unterschied sich nach 2,5 Jahren nicht zwischen Gescannten und Nicht-Gescannten. 71% fühlten sich danach "sicherer im eigenen Körper". 96% waren zufrieden mit der Untersuchung.
Im Alltag bei gut vorbereiteten Longevity-Patienten fällt die psychologische Belastung erfahrungsgemäß deutlich geringer aus. Wer sich vorher informiert hat, die Limitationen kennt und weiß, dass unklare Befunde Teil des Prozesses sind, geht anders damit um als jemand aus der Allgemeinbevölkerung.
Was das für uns bedeutet
Wir besprechen das vorher. Ausführlich. Bevor jemand ins MRT geht, klären wir:
Was passiert, wenn etwas gefunden wird?
Wie gehen Sie mit Unsicherheit um?
Sind Sie bereit für mögliche Follow-up-Untersuchungen?
Wer unterstützt Sie bei der Befundverarbeitung?
Die meisten Longevity-Interessierten, mit denen wir arbeiten, sind sich dieser Aspekte bewusst. Sie haben sich informiert, verstehen die Limitationen und können gut mit Unsicherheit umgehen. Für sie sind hauptsächlich die Kosten eine Frage. Und wenn jemand bereit ist, in seine Gesundheit zu investieren und die Mittel dafür hat – dann ist das eine legitime Entscheidung.
Technische Limitationen: Was das MRT nicht gut kann
Das Ganzkörper-MRT ist kein "Super-Scan", der alles sieht. Es hat klare Schwächen.
Organe mit besseren Alternativen
| Organ/System | Problem beim Ganzkörper-MRT | Bessere Alternative |
|---|---|---|
| Brust | Unzureichende Auflösung im WB-Protokoll | Mammographie + dediziertes Brust-MRT |
| Lunge | Bewegungsartefakte, Luftgewebe schlecht darstellbar | Low-Dose-CT (bei Risikopatienten) |
| Darm | Nicht darstellbar ohne Vorbereitung | Koloskopie bleibt Goldstandard |
| Prostata | Dediziertes mpMRI deutlich überlegen | Multiparametrisches Prostata-MRT |
| Koronararterien | Nicht zuverlässig darstellbar | CAC-Score oder Koronar-CT-Angiographie |
Das Protokoll-Dilemma
Ein Ganzkörper-MRT ist immer ein Kompromiss. Warum?
Eine Einstellung kann nicht alles gleich gut zeigen. Jedes Organ braucht eigentlich optimierte Sequenzen.
Schichtdicke vs. Zeit: Dünnere Schichten = mehr Details, aber längere Scanzeit.
Ohne Kontrastmittel: Bessere Sicherheit, aber weniger Spezifität bei unklaren Befunden.
Wenn ein Radiologe sagt "altersentsprechend" oder "keine relevanten Auffälligkeiten" – dann hat er innerhalb der Grenzen des Protokolls keine Pathologie gesehen. Das heißt nicht, dass nichts da ist.
Praxisbeispiel: Der 42-jährige Sportler
Ein sehr fitter, sportlicher Patient. Seit der Jugend intensiver Sport. Wichtiger Bestandteil seines Lebens und seiner Gesundheit. Longevity-Nerd durch und durch.
Er wollte ein Ganzkörper-MRT – "einmal alles checken".
Das Ergebnis:
Übermäßig degenerative Wirbelsäule. Alte Wirbelkörpereinbrüche. Fortgeschrittener Bandscheibenverschleiß.
Er hatte keinerlei Symptome.
Seine Reaktion: "Das kommt sicher von meinen sehr intensiven Sportzeiten in der Jugend."
Was er daraus gemacht hat:
Konsequente Schonung des Rückens priorisiert
Bestimmte Übungen gestrichen, um den Verschleiß nicht weiter zu fördern
Gezielte Gegenübungen eingebaut
Sein Training an die Realität seines Körpers angepasst
Hat er vom MRT profitiert? Absolut.
Hätte er weitergemacht wie bisher, wäre aus unserer Sicht mit hoher Wahrscheinlichkeit eine weitere Verschlechterung zu erwarten gewesen. Ob er dann als Hundertjähriger noch seine Enkel auf die Schultern nehmen könnte? Unwahrscheinlich. Jetzt hat er die Chance, durch angepasstes Training und gezielte Prävention sein Rückgrat so lange wie möglich funktionsfähig zu halten.
Das ist der konstruktive Umgang mit einem "unerwarteten" Befund. Nicht Panik, nicht Verdrängung – sondern Information nutzen, um Verhalten anzupassen.
Kontrastmittel: Mit oder ohne?
In der Longevity-Community ist das weitgehend geklärt: Für präventives Screening ohne Kontrastmittel.
Der Konsens
| Argument für kontrastfrei | Details |
|---|---|
| Sicherheit | Gadolinium-Ablagerungen im Hirn vermeiden |
| Wiederholbarkeit | Wenn regelmäßig → kein kumulatives Risiko |
| Ausreichend für Screening | Moderne Sequenzen (DWI, T1, T2) reichen für Früherkennung |
| Nicht-invasiv | Keine Nadeln, keine Injektionen |
Wann Kontrastmittel sinnvoll sein kann
Spezifischer Verdacht – Wenn ein Befund weiter abgeklärt werden muss
Kardiale Module – Für Herzmuskel-Beurteilung
MR-Angiographie – Für Gefäßdarstellung
Falls Kontrastmittel: Makrozyklisch
Die EU hat 2017 lineare Gadolinium-Verbindungen vom Markt genommen. Grund: Nachgewiesene Hirnablagerungen.
Makrozyklische Verbindungen (Gadobutrol, Gadoterat) sind stabiler und zeigen keine relevanten Signalveränderungen im Hirn.
Interessant: Die SHIP-Studie aus Greifswald hat ihre Kontrastmittel-Module später eingestellt – nach den Berichten über Gadolinium-Ablagerungen.
Was die Fachgesellschaften sagen
Wir wollen ehrlich sein: Die etablierte Medizin empfiehlt Ganzkörper-MRT nicht als Routine-Screening.
American College of Radiology (ACR)
"The ACR does not believe there is sufficient evidence to justify recommending total body screening for patients with no clinical symptoms, risk factors or a family history suggesting underlying disease."
Zugni et al. 2020 (größtes systematisches Review)
"Based on current evidence, healthcare providers should not offer whole-body MRI for preventive health screening to asymptomatic subjects outside of a research setting."
Wo Ganzkörper-MRT klar empfohlen wird
Krebsprädispositionssyndrome: Li-Fraumeni, VHL, Lynch-Syndrom
Metastasensuche: Bei bekanntem Prostatakrebs, Melanom, Multiplem Myelom
Kinder mit Familiengeschichte von Krebsprädisposition
Hier ist die Evidenz klar. Hier macht regelmäßiges Ganzkörper-MRT nachweislich Sinn.
Unsere Position
Wir lehnen Ganzkörper-MRT nicht ab. Wir empfehlen es auch nicht pauschal.
Wir diskutieren es. Und wir stehen einer informierten Entscheidung dafür positiv gegenüber.
Wann wir es für diskussionswürdig halten
1. Einmalige Baseline-Untersuchung
Nicht jährlich wiederholen, sondern einmal als Ausgangspunkt. Danach individualisiert je nach Befund.
2. Bei informierten Longevity-Interessierten
Wer die Limitationen versteht und mit unklaren Befunden umgehen kann. Wer bereit ist, in seine Gesundheit zu investieren.
3. Familienanamnese ohne klare Prädisposition
Wenn Krebs in der Familie gehäuft auftritt, aber kein definiertes Syndrom vorliegt.
4. Ergänzung, nicht Ersatz
Ganzkörper-MRT ersetzt nicht: Koloskopie, Mammographie, Hautkrebsscreening, PSA. Es ergänzt allenfalls.
Unser Algorithmus
Schritt 1: Vorgespräch
Erwartungen klären – was erhoffen Sie sich?
Limitationen besprechen – was kann das MRT, was nicht?
Kosten-Nutzen-Diskussion – lohnt sich das für Sie persönlich?
Schritt 2: Entscheidung
Patient will nach Aufklärung: seriösen Anbieter empfehlen
Patient entscheidet dagegen: klassische Screenings optimieren
Schritt 3: Falls Ganzkörper-MRT gemacht wird
Befundbesprechung bei uns (nicht nur Radiologie-Brief)
Unklare Befunde: gemeinsam Follow-up-Strategie festlegen
Auffällige Befunde: Koordination der Abklärung
Schritt 4: Nachsorge
Unauffällig: klassische Screenings fortführen, ggf. in 5+ Jahren wiederholen
Auffällig: individualisiertes Follow-up je nach Befund
Fazit
Ganzkörper-MRT ist weder der heilige Gral der Früherkennung noch nutzlos. Es ist ein Werkzeug mit klaren Stärken und Schwächen – und für den richtigen Menschen zur richtigen Zeit kann es wertvolle Informationen liefern.
Die Stärken
Keine Strahlung
Breite Übersicht über viele Organsysteme
Kann Dinge finden, die sonst unentdeckt blieben
1,1% Krebserkennung – für den Einzelnen potenziell lebensrettend
Die Schwächen
95% haben "irgendwelche" Befunde
30% brauchen Follow-up
Mehr als die Hälfte der Befunde bleibt erstmal unklar
Brust, Lunge, Darm, Prostata haben bessere Alternativen
Unsere Empfehlung:
Wenn Sie ein Ganzkörper-MRT machen wollen, machen Sie es mit offenen Augen. Verstehen Sie, was es kann und was nicht. Bereiten Sie sich auf unklare Befunde vor. Und behalten Sie Ihre klassischen Screenings bei – Koloskopie, Mammographie, Hautkrebsscreening werden nicht ersetzt.
Wenn Sie es nach diesem Gespräch immer noch wollen: Wir haben nichts dagegen – im Gegenteil, wir unterstützen Sie dabei. Wir helfen Ihnen, einen seriösen Anbieter zu finden und die Ergebnisse einzuordnen.
Das Ganzkörper-MRT ist keine Entscheidung, die wir für Sie treffen. Es ist eine Entscheidung, die wir mit Ihnen besprechen – und die wir respektieren.
Weiterführende Literatur & Wissenschaft
Für alle, die tiefer einsteigen wollen, haben wir hier die wichtigsten Studien zusammengestellt, auf die wir uns in diesem Artikel beziehen.
1 Systematische Übersichten
Whole-body magnetic resonance imaging (WB-MRI) for cancer screening in asymptomatic subjects of the general population: review and recommendations (2020)
Zugni F, Padhani AR, Koh DM, Summers PE, Bellomi M, Petralia G. Cancer Imaging 2020;20(1):34.
Größte Übersichtsarbeit mit 6.214 WB-MRI-Untersuchungen aus 12 Studien. Zeigt: 95% mit abnormen Befunden, 1,1% bestätigter Krebs, 30% brauchen Follow-up.
Link zur Studie (PubMed) →Whole‐body MRI for preventive health screening: A systematic review of the literature (2019)
Kwee RM, Kwee TC. Journal of Magnetic Resonance Imaging 2019;50(5):1489-1503.
Pooled prevalence kritischer und unklarer Befunde: 32%. False-Positive-Rate: 0,3–72%.
Link zur Studie (PubMed) →2 SHIP-Studie (Greifswald, Deutschland)
Potentially relevant incidental findings on research whole-body MRI in the general adult population: frequencies and management (2013)
Hegenscheid K, Seipel R, Schmidt CO et al. European Radiology 2013;23(3):816-826.
Deutsche Studie mit 2.500 Teilnehmern. 36% potenziell relevante Befunde, 0,4% sofortige Überweisung, 57,7% unklare Befunde.
Link zur Studie (PubMed) →Psychosocial consequences and severity of disclosed incidental findings from whole-body MRI in a general population study (2013)
Schmidt CO, Hegenscheid K, Erdmann P et al. European Radiology 2013;23(5):1343-1351.
Psychologische Auswirkungen: 10% starke Belastung beim Warten, 29% moderate-schwere Belastung nach Befund. Aber: Langfristig keine Verschlechterung der Lebensqualität.
Link zur Studie (PubMed) →SHIP-MR and Radiology: 12 Years of Whole-Body Magnetic Resonance Imaging in a Single Center (2022)
Kühn JP et al. Fortschr Röntgenstr 2022.
12-Jahres-Erfahrung aus Greifswald. Dokumentiert auch die Einstellung der Kontrastmittel-Module nach Gadolinium-Bedenken.
Link zur Studie (PMC) →3 Gadolinium-Sicherheit
Ten years of gadolinium retention and deposition: ESMRMB-GREC looks backward and forward (2023)
European Society for Magnetic Resonance in Medicine and Biology. European Radiology 2023.
Übersicht: Lineare GBCAs mit Hirnablagerungen assoziiert, makrozyklische sicher. EU hat lineare 2017 vom Markt genommen.
Link zur Studie (Springer) →4 Prenuvo Real-World-Daten
Prenuvo Polaris Study (2024)
Nicht peer-reviewed, aber relevante Daten.
1.011 Teilnehmer, 2,2% biopsie-bestätigte Karzinome, 2% Hirnaneurysmen, 99,8% mit unauffälligem Scan blieben 1 Jahr krebsfrei.
Link zur Meldung (ITN) →Dr. med. Mario Domeyer & Dr. med. Paul Weißenfels
Longevity Office